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Abschaffung der steuerlichen Begünstigung von Golden Handshakes

Die Regierungsvorlage des Abgabenänderungsgesetzes sieht eine Abschaffung der steuerlichen Begünstigung für „Golden Handshakes“ vor. Begründet wird die Maßnahme damit, dass Dienstnehmer länger beschäftigt werden sollen. Ob dieses Ziel mit der geplanten Gesetzesänderung erreicht werden kann, bleibt jedoch zu bezweifeln.

Nach der derzeitigen Regelung können drei laufende Monatsgehälter als freiwillige Abfertigung begünstigt mit 6 % besteuert werden. Bei einem monatlichen Grundgehalt in der Höhe von € 15.000 kann damit eine freiwillige Abfertigung in Höhe von € 45.000 begünstigt besteuert werden. Dies führt zu einem Auszahlungsbetrag € 42.300.

Ab dem 1.3.2014 sollen bei freiwilligen Abfertigungen nun nur mehr Beträge bis zur neunfachen Sozialversicherungs-Höchstbemessungsgrundlage (monatlich € 4.530) mit 6 % begünstigt versteuert werden. Im Jahr 2014 entspricht dies einem Betrag von € 40.770. Der maximal begünstige Auszahlungsbetrag beträgt damit € 38.323.80.

Für bestehende Ansprüche aus der Abfertigung alt ist der maßgebende Monatsbezug mit der dreifachen SV-Höchstbemessungsgrundlage begrenzt. Somit kann bei einem Anspruch von 12 Monatsgehältern (= ein Jahresgehalt) im Jahr 2014 ein Betrag von bis zu € 163.040 (= 36fache SV-Höchstbemessungsgrundlage) begünstigt mit 6 % versteuert werden.

Das bei Vergleichszahlungen und Kündigungsentschädigungen bestehende steuerfreie Fünftel wird ebenfalls auf ein Fünftel der neunfachen SV-Höchstmessungsgrundlage (derzeit € 8.154) eingeschränkt.

Die geplanten Änderungen sind bereits auf Auszahlungen ab dem 1.3.2014 anzuwenden. Ausgenommen davon sind freiwillige Abfertigungen, die im Rahmen eines vor dem 1.3.2014 beschlossenen Sozialplans ausbezahlt werden.

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