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Änderungen in der Personalabrechnung seit 1.1.2019

Seit dem 1.1.2019 sind statt der Gesamtsumme der Entgelte die individuellen Beitragsgrundlagen sämtlicher Arbeitnehmer monatlich zu melden. Dafür entfallen die Beitragsnachweisung und der sozialversicherungsrechtliche Teil im jährlichen Lohnzettel sowie der unterjährige Lohnzettel (sog. Austrittslohnzettel), weil diese Meldungen gänzlich durch die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung ersetzt werden. Dies gilt für Vorschreibebetriebe und Selbstabrechner. Die Übermittlungspflicht des Lohnzettels am Ende des Kalenderjahres an die Finanzbehörde bleibt weiterhin bestehen.

Auch die Anmeldung von Beschäftigten ist seit dem 1.1.2019 neu geregelt. Vor Arbeitsantritt müssen folgende Daten gemeldet werden:

  • Beitragskontonummer,
  • Name und Versicherungsnummer bzw. Geburtsdatum des Arbeitnehmers,
  • der Tag des Beschäftigungsbeginns sowie
  • das Vorliegen einer Voll- oder Teilversicherung.


Zusätzlich ist noch anzugeben, ob es sich um einen Arbeiter, einen Angestellten oder einen freien Dienstnehmer handelt und wann die betriebliche Mitarbeitervorsorge beginnt. Die bisherige Mindestangaben-Anmeldung wird es in Zukunft nicht mehr geben.

Für kurzfristige Anmeldungen kommt die Vor-Ort-Anmeldung zur Anwendung. Diese dient nur als Nachweis im Falle einer Betretung durch die Finanz Polizei. Die Vollanmeldung muss binnen sieben Tagen erfolgen. Die Anmeldung von fallweisen Beschäftigten (kombinierte  An- und Abmeldung) hat weiterhin vor Arbeitsantritt zu erfolgen.

Die für eine vollständige Anmeldung erforderlichen Daten sind mit der ersten monatlichen Beitragsgrundlagenmeldung zu übermitteln. Diese ist im Regelfall bis zum 15. des Folgemonats zu erstatten. Bei Arbeitsantritt nach dem 15. des laufenden Kalendermonats ist die erste monatliche Beitragsgrundlagenmeldung erst bis zum 15. des übernächsten Monats vorzunehmen. Eine frühere Meldung ist zulässig.

Durch die Einführung der monatlichen Beitragsgrundlagenmeldung kommt es auch zu Anpassungen bei der Änderungsmeldung. Arbeitgeber sind dennoch weiterhin verpflichtet, während des Bestands der Pflichtversicherung jede für die Versicherung bedeutsame Änderung (z.B. der Umstieg von der Geringfügigkeit auf eine Vollversicherung während eines Monats oder der Wechsel in die Abfertigung neu) binnen sieben Tagen dem Krankenversicherungsträger zu melden.

Die Neuerungen betreffen auch Sanktionen, die regelmäßig anfallen, wenn die Beitragsgrundlagen nicht oder nicht vollständig übermittelt werden. Die Säumniszuschläge belaufen sich je nach Dauer der Verspätung auf zwischen 5 € und 50 € pro Dienstnehmer. Gedeckelt sind die Säumniszuschläge zukünftig mit dem Fünffachen der täglichen Höchstbeitragsgrundlage pro Kalendermonat (für das Jahr 2019 mit 870 €). Darüber hinaus kann es zur Schätzung der monatlichen Beitragsgrundlage kommen. Es besteht allerdings ein Übergangszeitraum, sodass bis zum 31.8.2019 Meldeverstöße nicht sanktioniert werden. Davon ausgenommen sind allerdings jene in Zusammenhang mit der Anmeldung von Dienstnehmern.

Bie Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an unsere Personalabrechnung.

Kontakt:
Mag. Andrea Lippe
Tel: +43 316 327 941 815
Email: andrea.lippe@gaedke.co.at

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