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Aktuelles für Gesellschafter-Geschäftsführer

Wenn einem wesentlich beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführer ein Firmenfahrzeug für Privatfahrten überlassen wird, welche Bemessungsgrundlage ist dann für die Kommunalsteuer anzusetzen? Im Rahmen des Salzburger Steuerdialoges 2014 wurde unter anderem auch diese Frage diskutiert. Dabei wurde folgendes Ergebnis im Erlass des BMF vom 23.9.2014 festgehalten: Die Gesellschaft kann bei der Überlassung von Firmen-KFZ an wesentlich beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer die Kommunalsteuer entweder vom Sachbezug (in Anlehnung an § 4 der Sachbezugsverordnung) berechnen oder die gesamten tatsächlich entstandenen KFZ-Kosten (betriebliche und nicht betriebliche) ansetzen. Werden die tatsächlichen Kosten herangezogen, so hat dies auf Basis des unternehmensrechtlichen Ansatzes zu erfolgen. Dies bedeutet, dass eine steuerliche Kürzung des PKW-Aufwandes der GmbH durch Ansatz einer Luxustangente keinen Einfluss auf die Bemessungsgrundlage der Kommunalsteuer hat.

Gewinnausschüttungen – GSVG-Pflicht?

In letzter Zeit werden von einigen SVA-Landesstellen Auskunftsschreiben versandt, worin Gesellschafter-Geschäftsführer aufgefordert werden, Ausschüttungsbeschlüsse für ihre GmbH vorzulegen. Hintergrund dieses Schreibens ist, dass bei Gesellschafter-Geschäftsführern einer GmbH, die der GSVG-Pflichtversicherung unterliegen, nach der gesetzlichen Vorschrift auch Gewinnausschüttungen in der Beitragsgrundlage zu berücksichtigen sind. Nach der bisherigen Praxis wurde auf die Einbeziehung dieser Einkünfte in die GSVG-Beitragsgrundlage aber weitgehend verzichtet, wovon nun offensichtlich abgegangen wird. In der nächsten Ausgabe unseres Journals finden Sie dazu einen ausführlichen Artikel. Beachten Sie aber, dass bei Nichtbeantwortung des Auskunftsschreibens Verwaltungsstrafen bis zu € 440 verhängt werden können. Zudem können die Sozialversicherungsträger bis zu Beantwortung auch die Beiträge auf Basis der Höchstbemessungsgrundlage vorschreiben. Sollten Sie ein solches Schreiben erhalten, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Durch Beantragung einer Differenzbeitragsvorschreibung oder einer entsprechenden Steuerung der Ausschüttungszeitpunkte können die Belastungen im Einzelfall auch optimiert werden.

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