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Automatische (antraglose) Arbeitnehmerveranlagung

Die Steuerreform schafft die gesetzliche Grundlage für eine antragslose Arbeitnehmerveranlagung, die nur dann durchgeführt wird, wenn aufgrund der beim zuständigen Finanzamt aufliegenden Information erkennbar ist, dass beim Dienstnehmer ausschließlich Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit vorliegen und deren Höhe aufgrund der von den Dienstgebern übermittelten Jahreslohnzettel bekannt ist.

Eine solche Arbeitnehmerveranlagung erfolgt jedoch  nur dann, wenn sich für den Dienstnehmer eine Steuergutschrift ergibt, welche dann auch automatisch vom Finanzamt auf das Konto des Dienstnehmers überwiesen wird.

Wird vom Dienstnehmer binnen 2 Jahren kein Antrag zur Arbeitnehmerveranlagung gestellt, obwohl die Aktenlage nahe legt, dass der Dienstnehmer Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen geltend machen kann, wird nach Ablauf der 2 Jahre eine automatische Arbeitnehmerveranlagung durchgeführt.

Diese Vorschrift dient ausschließlich dem Interesse der Dienstnehmer, die damit unabhängig von der Abgabe einer Arbeitnehmerveranlagung eine Steuergutschrift erhalten. Die antraglose Arbeitnehmerveranlagung startet ab der Veranlagung 2016.

Dem Dienstnehmer steht es offen innerhalb von 5 Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres manuell einen Antrag zur Arbeitnehmerveranlagung zu stellen. In diesem Fall wird die automatische Arbeitnehmerveranlagung korrigiert, ohne dass ein weiteres Rechtsmittel notwendig ist.

Die Pflicht zur Arbeitnehmerveranlagung bleibt bestehen, wenn mehrere Dienstverhältnisse im Kalenderjahr parallel bestanden haben.

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