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Beschäftigungsbonus – Start ab 1. Juli 2017

Wie wir bereits berichtet haben, war im Arbeitsprogramm der Regierung zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ein Beschäftigungsbonus geplant. Diese Maßnahme wurde nun beschlossen.

Für jeden zusätzlich geschaffenen Arbeitsplatz (Vollzeitäquivalent) – beginnend bereits mit Juli 2017 – wird den Unternehmen in den nächsten 3 Jahren damit 50 % der Lohnnebenkosten nachträglich erstattet werden. Dafür steht ein Budget von 2 Mrd. EUR zur Verfügung. Ist dieser Topf leer, werden allerdings keine weiteren Förderungen mehr ausbezahlt.

Die Abwicklung der Förderung übernimmt das aws Austria Wirtschaftsservice. Sämtliche Informationen sind auf der Homepage http://www.beschaeftigungsbonus.at/ zu finden. Über diese Internetplattform sind auch die Förderanträge zu stellen.

Der Beschäftigungsbonus kann von inländischen Unternehmen jeder Größe, Branche und Rechtsform beantragt werden. Auch Vereine, Neugründer oder Unternehmen, die aus einer Aus- oder Umgründung entstanden sind, können den Bonus in Anspruch nehmen.

Förderungsfähig sind Arbeitsverhältnisse,

  • die ab dem 1.7.2017 mit ehemals arbeitslos gemeldeten Personen, Bildungsabgängern oder Jobwechslern eingegangen werden,
  • für zumindest vier Monate ununterbrochen bestehen,
  • der vollen Pensions-, Kranken- und Unfallversicherungspflicht unterliegen (daher keine geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse),
  • der Kommunalsteuerpflicht unterliegen (bestimmte befreite Arbeitsverhältnisse sind jedoch förderungsfähig) und
  • dem österreichischen Arbeits- und Sozialrecht unterliegen.

 

Die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer darf in den letzten sechs Monaten vor Aufnahme des zu fördernden Beschäftigungsverhältnisses nicht im Unternehmen bzw. im Konzern tätig gewesen sein. Dies gilt auch für Leiharbeitskräfte, die in ein dauerndes Beschäftigungsverhältnis übernommen werden. Wird allerdings ein Lehrling als Fachkraft übernommen, ist ein Beschäftigungsbonus möglich.

Wird eine Arbeitskraft bereits im Zuge einer der folgenden Programme gefördert, steht ein Beschäftigungsbonus für dieses Arbeitsverhältnis nicht zu:

  • aws Lohnnebenkostenförderung für innovative Start-ups (aws)
  • Eingliederungsbeihilfe „Come Back“ (AMS)
  • Beihilfe für Ein-Personen-Unternehmen, die die ersten Beschäftigten einstellen (AMS)
  • Aktion 20.000 (AMS)
  • Entgeltbeihilfe (BMASK)
  • Arbeitsplatzsicherungsbeihilfe (BMASK)

 

Die Förderung wird nur bewilligt, wenn ein Zuwachs von mindestens 1 Vollzeitkraft bzw. 2 Teilzeitkräften vorliegt. Dabei wird der Höchststand der Anzahl der Beschäftigten vor Entstehung des ersten zusätzlichen Arbeitsverhältnisses sowie jeweils zum Ende der 4 Vorquartale mit dem neuen Beschäftigtenstand verglichen. Die Anmeldungen der Dienstnehmer zur Sozialversicherung müssen bei der Beantragung bereits vorliegen.

Die förderungsfähigen Lohnnebenkosten umfassen:

  • Krankenversicherungsbeitrag
  • Unfallversicherungsbeitrag
  • Pensionsversicherungsbeitrag
  • Arbeitslosenversicherungsbeitrag
  • IESG-Zuschlag (Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz)
  • Wohnbauförderungsbeitrag
  • Mitarbeitervorsorge (BMSVG)
  • Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds
  • Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (Kammerumlage der Wirtschaftskammer)
  • Kommunalsteuer

 

Die Bemessungsgrundlage (Jahresbeitragsgrundlage) ist mit der ASVG-Höchstbeitragsgrundlage gedeckelt. Diese beläuft sich im Kalenderjahr 2017 auf EUR 69.720,- p.a.

Gerne steht Ihnen das Team der Personalabrechnung für Auskünfte zum Thema Beschäftigungsbonus zur Verfügung.

Kontakt:

Mag. Sabrina Niess, Leitung Arbeits- und Sozialrecht | Personalabrechnung
T.: 0316 327 941 91 | Email: sabrina.niess@gaedke.co.at

 

 

 

 

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