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Beschäftigungsformen in den Sommermonaten

Ferialarbeitnehmer

Ferialarbeitnehmer sind Schüler oder Studenten, die in der Ferienzeit in „normalen“ Beschäftigungsverhältnissen Einkommen erwerben, um damit ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Sie tun dies in Ergänzung ihres Unterhaltsanspruches gegenüber den Eltern und eines allfälligen Stipendiums,  unterliegen dabei aber als Dienstnehmer der Pflichtversicherung nach § 4 Abs. 2 ASVG. Ferialarbeitnehmer sind als „echte“ Arbeitnehmer in den Betrieb eingegliedert, weisungsgebunden und der Kontrolle durch den Arbeitgeber unterworfen.

Das Arbeitsverhältnis kann auf bestimmte oder unbestimmte Zeit abgeschlossen werden.

Ferialarbeitnehmer unterliegen je nach Art der Beschäftigung den im Betrieb anzuwendenden Kollektivverträgen für Arbeiter oder Angestellte.

Echte“ Ferialpraktikanten sind Schüler und Studenten, die eine im Rahmen des Lehrplanes bzw. der Studienordnung vorgeschriebene oder übliche praktische Tätigkeit verrichten ohne dafür Geld- und/oder Sachbezüge zu erhalten. Der Ausbildungszweck steht dabei im Vordergrund. Sie sind während ihrer Tätigkeit im Rahmen der Schüler/Studentenunfallversicherung ohne Beitragsleistung des Dienstgebers und ohne Anmeldung zur Sozialversicherung unfallversichert. Ein Ferialpraktikum kann nicht nur während der Ferienzeit, sondern während des ganzen Jahres absolviert werden.

Dem Ferialpraktikanten ist es gestattet, sich zum Zweck seiner Aus- und Weiterbildung im Betrieb zu betätigen. Eine (persönliche) Arbeitsverpflichtung besteht nicht. Es darf weder eine Bindung an die betriebliche Arbeitszeit noch eine Weisungsgebundenheit gegeben sein. Der Ferialpraktikant hat sich in die allgemeine betriebliche Ordnung einzufügen und unter anderem auch die für den Betrieb geltenden Sicherheitsvorschriften zu befolgen.

Der Inhalt und die Dauer des Ferialpraktikums richten sich nach den Ausbildungsvorschriften der Schule bzw. des Studiums.

Ein reguläres Arbeitsentgelt gebührt nicht. Ob ein Taschengeld bezahlt wird bzw. wie hoch dieses ist, unterliegt grundsätzlich der freien Vereinbarung. Wird ein Taschengeld gewährt ist eine Anmeldung zur Sozialversicherung erforderlich.

Der Ferialpraktikant ist grundsätzlich kein Arbeitnehmer im arbeitsrechtlichen Sinn. Es gelten für ihn daher auch keine arbeitsrechtlichen Bestimmungen, wie Urlaubsgesetz, Entgeltfortzahlungsgesetz, Angestelltengesetz oder Kollektivvertrag.

Volontär

Volontäre sind Personen, die sich ausschließlich zum Zwecke der Erweiterung und Anwendung von meist theoretisch erworbenen Kenntnissen ohne Arbeitsverpflichtung und ohne Entgelt (z. B. Taschengeld) in einem Betrieb betätigen. Wird Entgelt ausbezahlt, liegt jedenfalls ein Dienstverhältnis vor.

Volontäre betätigen sich lediglich kurzfristig zu Weiterbildungszwecken in einem Betrieb, ohne dass dies von der Schule als Praktikum gefordert wird.

Um von vornherein klare Verhältnisse zu schaffen, ist es bei der Beschäftigung von Volontären empfehlenswert, im Aufnahmeschreiben oder im Volontariatsvertrag die Ausbildungsbedingungen unmissverständlich festzuhalten.

Da der Volontär kein Arbeitnehmer im arbeitsrechtlichen Sinn ist, gelten für ihn keine arbeitsrechtlichen Bestimmungen, wie etwa Urlaubsgesetz, Entgeltfortzahlungsgesetz oder Angestelltengesetz. Der Volontär unterliegt auch keinen kollektivvertraglichen Regelungen, z.B. über ein Mindestentgelt oder Sonderzahlungen.

Obwohl Volontäre kein Entgelt erhalten, sind sie in der Unfallversicherung pflichtversichert. Sie sind daher bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) anzumelden.

Sonderregelungen im Hotel- und Gastgewerbe

Durch ein Ferialpraktikum im Hotel- und Gastgewerbe wird jedenfalls ein Dienstverhältnis begründet.

Bei einem Pflichtpraktikum im Hotel- und Gastgewerbe ist ein Volontariat ausgeschlossen.

Es ist der entsprechende Kollektivvertrag anzuwenden; Ferialpraktikanten haben zumindest Anspruch auf ein Entgelt in der Höhe der jeweils geltenden kollektivvertraglichen Bestimmungen.

Diese Ferialpraktikanten sind in der Beitragsgruppe A1 oder D1 abzurechnen.

Für Fragen zum Thema „Beschäftigungsformen in den Sommermonaten“ steht Ihnen gerne Frau Mag. Sabrina Niess zur Verfügung.

Kontakt:

Mag. Sabrina Niess
T.: 0316 327 941 91 | Email: sabrina.niess@gaedke.co.at

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