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Das Unternehmensserviceportal: Was es ist und was es bringt

Das Unternehmensserviceportal (USP) stellt verschiedene e-Government-Anwendungen über eine zentrale Webseite für Unternehmen zur Verfügung. Unabhängig von Zeit und Ort können Behördenwege dadurch rasch und unkompliziert erledigt werden. Was Ihnen das USP bringt und wie es funktioniert, stellen wir im folgenden Beitrag vor.

Welche Vorteile bringt das USP?

Das USP soll es Unternehmern ermöglichen, über eine zentrale Website Zugriff auf eine Vielzahl von unternehmensrelevanten Informationen und Services zu erhalten und verschiedenste Verwaltungsabläufe online abwickeln zu können. Nach einer einmaligen Anmeldung sind alle Informationen und Services zeit- und ortsunabhängig jederzeit verfügbar. Durch die rasche Onlineabwicklung von Behördenwegen können Zeit und Kosten gespart werden. Das USP zeichnet sich zudem durch ein hohes Maß an Sicherheit aus.

Welche Services sind im USP verfügbar?

Über das USP kann auf eine Vielzahl verschiedener Anwendungen zugegriffen werden, wie z.B.

  • FinanzOnline (FON)
  • E-Rechnung an den Bund (ER>B)
  • Elektronischer Datenaustausch mit den österreichischen Sozialversicherungsträgern (ELDA)
  • Elektronisches Datenmanagement des Lebensministeriums (EDM)
  • WEB-BE-Kunden-Portal der Sozialversicherung (WEBEKU)
  • SVA-Onlineservice für Versicherte und für Bevollmächtigte
  • Portalanwendungen der Bauarbeiter-Urlaubs- & Abfertigungskasse (eBUAK)
  • Verbrauchsteuer/Altlastenbeitrag-Internet Plattform (VIPplus)
  • Zentrales Waffenregister (ZWR)
  • Lobbying- und Interessenvertretungs-Register
  • Kontrollsystem Automatenglückspiel
  • Datenverarbeitungsregister-Online (DVR-Online)
  • BAES eServices im Ernährungssicherungsbereich
  • Transparenzportal und Transparenzdatenbank
  • aws Fördermanager
  • Elektronisches Meldesystem der Statistik Austria (eQuest/Web)
  • Änderung von Eintragungsdaten im Ergänzungsregister für sonstige Betroffene (ERsB)
  • Formulardatenbank und sonstige Online-Verfahren

Mit der Anmeldung beim USP kann daher u.a. auf Finanzamtskonten und Beitragskonten der Sozialversicherung zugegriffen werden. Es können z.B. Steuererklärungen und Anträge beim Finanzamt eingebracht werden (FON), elektronische Rechnungen an öffentliche Stellen versandt werden (ER>B), Meldungen an die Sozialversicherung online erfasst und versendet werden (ELDA), Melde- und Berichtspflichten rund um Verfahren im Umweltbereich erledigt werden (EDM), aktuelle Stände der Sozialversicherungs-Beitragskonten eingesehen werden (WEBEKU) oder Schlechtwettereingaben, Urlaubsentgelteinreichungen und Zuschlagsmeldungen abgewickelt werden (eBUAK).

Weitere Online-Verfahren ohne Single-Sign-On werden in folgenden Bereichen angeboten: Gründung, Steuern & Finanzen, Mitarbeiter, Laufender Betrieb,

Gesundheit & Sicherheit, Umwelt & Verkehr, Außenwirtschaft, Förderungen & Ausschreibungen, Übernahme & Auflösung und Brancheninformationen. Zusätzlich steht eine Informations- und Formulardatenbank zur Verfügung.

Wie funktioniert dieAnmeldung?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich beim USP zu registrieren:

  1. mit den bereits bestehenden FinanzOnline Zugangsdaten,
  2. mit Hilfe der Handy-Signatur: Das Handy kann über FinanzOnline oder beim Finanzamt freigeschaltet werden (nähere Infos finden Sie auf http://www.handy-signatur.at),
  3. mit Hilfe der Bürgerkarte (nähere Infos finden Sie unter http://www.buergerkarte.at) oder
  4. direkt beim Finanzamt.

Die Zugangskennungen werden mittels RSa-Brief zugesendet. Um sämtliche Services in Anspruch nehmen zu können, ist ein USP-Administrator zu benennen.

Die Geschäftsführung erhält für jeden angegebenen Administrator per RSa-Brief einen Freischaltcode, der an den betreffenden Mitarbeiter weiterzugeben ist.

Damit kann sich der Mitarbeiter im USP „personifizieren“ und als Administrator freischalten. Die Geschäftsführung hat die Möglichkeit, die Zugriffsrechte jedes

Mitarbeiters individuell zu definieren und erhält auch ein Kennwort, mit dem die Zugriffsrechte eines angelegten Administrators sofort deaktiviert werden können (z.B. im Kündigungsfall).

USP und e-Rechnung an den Bund

Seit 1. Jänner 2014 können Rechnungen an den Bund ausschließlich auf elektronischem Weg übermittelt werden. Diese Regelung gilt für alle Vertragsbeteiligten im Waren- und Dienstleistungsverkehr mit Bundesdienststellen; ausgenommen davon ist nur der Barzahlungsverkehr.

Die e-Rechnung an den Bund kann ausschließlich in einem strukturierten elektronischen Format (nicht PDF!) ausgestellt, gesendet, empfangen und verarbeitet werden. Sie kann über das USP oder über das internationale Service PEPPOL abgewickelt werden.

Bei einer Abwicklung über das USPwird nach der Anmeldung das Service e-Rechnung aufgerufen. Danach kann eine Rechnung im XML-Format ebInterface oder im PEPPOL-Format hochgeladen und versendet werden. Alternativ steht auch ein Webformular zur Verfügung, in dem die Inhalte der Rechnung online erfasst, vom System strukturiert und an den Bund übermittelt werden.

Nach Feststellung der formalen Fehlerfreiheit wird die eingebrachte e-Rechnung unmittelbar an die entsprechende Dienststelle des Bundes übermittelt. Eine Rechnungskopie wird automatisch im PDF-Format erzeugt und mittels E-Mail an den Vertragspartner rückübermittelt.

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