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Steuerreform: Barumsätze im Visier der Finanz

Wie in den Medien schon länger heftig diskutiert, sieht das Steuerreformgesetz 2015 für bestimmte Unternehmen künftig eine Registrierkassenpflicht vor. Zudem soll auch eine Belegerteilungsverpflichtung eingeführt werden. Diese Maßnahmen werden zu einem erheblichen Verwaltungsmehraufwand für betroffene Unternehmen führen.

Registrierkassenpflicht

Betriebe, deren Umsätze € 15.000 pro Jahr überschreiten und die überwiegend Barumsätze tätigen, werden künftig alle Bareinnahmen zum Zwecke der Losermittlung mittels elektronischer Registrierkasse oder Kassensystem einzeln erfassen müssen. Barumsätze sind Umsätze, bei denen die Gegenleistung durch Barzahlung, mit Bankomat- oder Kreditkarte, Barschecks, Bons, Geschenkmünzen oder ähnlichem erfolgt. Für die Anschaffung einer neuen Registrierkasse sind eine vorzeitige Abschreibung sowie eine Anschaffungsprämie geplant.

Belegerteilungsverpflichtung

Unabhängig von der umsatzsteuerlichen Rechnungsstellungsverpflichtung müssen Unternehmer dem Leistungsempfänger bei Barzahlung künftig einen Beleg erteilen. Dieser hat den Beleg entgegenzunehmen und bis außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten mitzunehmen. Der Unternehmer hat eine Durchschrift anzufertigen und über 7 Jahre aufzubewahren. Der Beleg hat folgende Angaben zu enthalten:

  • eindeutige Bezeichnung des Unternehmers,
  • einmalige fortlaufende Nummer zur Identifizierung des Geschäftsfalls,
  • Tag der Belegausstellung,
  • Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder Art und Umfang der sonstigen Leistungen,
  • Betrag der Barzahlung, wobei es genügt, dass dieser Betrag aus den Belegangaben rechnerisch ermittelbar ist.
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