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Entschärfung des Buchnachweises

Die Voraussetzungen für eine steuerbefreite  innergemeinschaftliche  Lieferung oder Ausfuhrlieferung müssen grundsätzlich buchmäßig nachgewiesen werden. Bisher war die Finanzverwaltung der Meinung, dass ein fehlender oder  mangelhafter  Buchnachweis  zur Versagung der Steuerfreiheit führt. Nach der Judikatur ist eine Sanierung von Buchnachweisen  jedoch  möglich.  Dieser Auffassung  wird  nun  auch  in  den  UStR gefolgt. Entscheidend ist demnach nur, dass dem liefernden Unternehmer der Nachweis gelingt, dass die materiellen Voraussetzungen der Steuerfreiheit
zweifelsfrei vorliegen. In der Praxis kommt es bei Betriebsprüfungen aber gerade bei den sogenannten „Abholfällen“ noch immer zu Diskussionen. Es sollte daher Folgendes beachtet werden: Holt der Empfänger die Ware selbst ab, sollten eine Kopie des amtlichen Lichtbildausweises, eine Vollmacht und die „Erklärung über die Beförderung von Waren in das übrige Gemeinschaftsgebiet“ eingeholt werden. Bringt der Lieferant die Ware selbst zum Kunden ins Ausland, sollte er sich die Abnahme mit einer „Erklärung über den Empfang von Waren“ bestätigen lassen. Entsprechende
Muster sind im Anhang zu den UStR zu finden.

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