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Erhöhung der Forschungsprämie

Mit der Steuerreform wird ab 2016 die steuerliche Forschungsprämie von derzeit 10 auf 12 % erhöht. Änderungen gibt es auch beim FFG-Verfahren und den Einkommensteuerrichtlinien.

Einen der wenigen positiven Aspekte der Steuerreform 2015/16 stellt die Erhöhung des Prämiensatzes für die Forschungsprämie von 10 auf 12 % der Bemessungsgrundlage dar. Sie soll erstmals für Wirtschaftsjahre gelten, die im Jahr 2016 beginnen. Durch diese verbesserte Steuerbegünstigung werden alle F&E Vorhaben ab dem kommenden Jahr noch attraktiver.

Mit Jahresbeginn 2015 kam es auch im Verfahren mit der Forschungsförderungsgesellschaft MBH (FFG) zu Änderungen. So ist künftig auch die Projektlaufzeit anzugeben (Projektstart und –ende). Weiters besteht bei mehrjährigen Projekten die Möglichkeit, auf das Vorjahresgutachten zu referenzieren. Eine Aktualisierung ist aber jedenfalls erforderlich, da immer der jeweilige Forschungsfortschritt gegenüber dem Vorjahr darzustellen ist.

Der EStR-Wartungserlass 2015, dessen Endfassung noch aussteht, wird sich ebenfalls auf die Forschungsprämie auswirken. Einschränkungen soll es für die pharmazeutische Forschung geben. Zusätzlich zum positiven Votum wird eine Ethikkommission prüfen, ob „angewandte Forschung“ vorliegt.

Auch eine Klarstellung bzw Abgrenzung in Zusammenhang mit Forschungskooperationen im Rahmen von sog. „COMET-Kompetenzzentren“ ist zu erwarten, wobei es hier noch mit einer Abänderung des Erlassentwurfs zu rechnen ist.

Unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung wird auch die Regelung aufgenommen, dass Gemeinkosten gegebenenfalls zu schätzen sind, wenn Projekte dem Grunde nach als F&E anerkannt werden.

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