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Ferialpraktikant, Ferialarbeitnehmer oder Volontär?

Ferialpraktikanten sind Schüler oder Studenten, die im Rahmen ihrer Ausbildung ein vorgeschriebenes Pflichtpraktikum in einem Betrieb absolvieren, bei dem der Lerncharakter im Vordergrund steht. Ferialpraktikanten sind keine Arbeitnehmer, weshalb die arbeitsrechtlichen Bestimmungen nicht zur Anwendung kommen. Achtung: Abweichende Bestimmungen im Kollektivvertrag möglich! Der Ferialpraktikant ist nicht an Weisungen und betriebliche Arbeitszeiten gebunden, hat sich aber in die allgemeine betriebliche Ordnung einzufügen. Ein Entgeltsanspruch besteht nicht; nach freier Vereinbarung kann aber ein Taschengeld gewährt werden. Ferialpraktikanten sind zur Unfallversicherung anzumelden. Bis zur Geringfügikeitsgrenze besteht keine Sozialversicherungspflicht, darüber hinaus besteht Vollversicherungspflicht.

Volontäre sind Personen, die zum Zweck der Erweiterung von praktischen Kenntnissen und Fähigkeiten ohne Arbeitspflicht und ohne Entgeltsanspruch in einem Betrieb tätig werden. Im Unterschied zum Ferialpraktikum ist das Volontariat durch keine Schul- oder Studienordnung vorgeschrieben.

Ferialarbeitnehmer sind Schüler oder Studenten, die zu Verdienstzwecken in den Ferien eine Tätigkeit im Rahmen eines Dienstverhältnisses ausüben. Hier sind sämtliche arbeitsrechtliche Bestimmungen, wie zB kollektivvertraglicher Mindestlohn, Anspruch auf Urlaub, Entgeltfortzahlung bei Krankheit etc, anzuwenden. Eine Anmeldung zur Pflichtversicherung in der Pensions-, Kranken- Unfall- und Arbeitslosenversicherung nach dem ASVG ist erforderlich. Der Abschluss eines befristeten Arbeitsvertrages ist jedenfalls empfehlenswert.

Unser Tipp: Für alle Beschäftigungsverhältnisse empfehlen wir den Abschluss einer entsprechenden schriftlichen Vereinbarung.

Mag. Sabrina Niess
T.: 0316-327941 – 819
sabrina.niess@gaedke.co.at

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