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Achtung: Beitragspflicht bei Gewinnausschüttungen

Bei geschäftsführenden Gesellschaftern einer GmbH sind neben dem monatlichen Geschäftsführerbezug auch die Einkünfte als Gesellschafter, also die Gewinnausschüttungen, beitragspflichtig. Diese gesetzliche Änderung besteht schon seit längerem, allerdings konnte die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) bisher die Höhe der Gewinnausschüttungen nur mit großem Aufwand ermitteln.

Änderung des Kapitalertragsteuer-Anmeldeformulars

Eine Änderung des Kapitalertragsteuer (KESt)-Anmeldformulars ermöglicht es der SVA nunmehr, diese gesetzliche Bestimmung ab 2016 effizient zu vollziehen. Die Finanzbehörde übermittelt seit Jahresanfang Gewinnausschüttungen an Gesellschafter-Geschäftsführer automatisch an die SVA, welche den Betrag bei der Feststellung der endgültigen Beitragsgrundlage für jenes Jahr berücksichtigt, in dem die Ausschüttung jeweils erfolgt. Betroffen sind Ausschüttungen und KESt-Anmeldungen ab Jänner 2016.

Höchstbeitragsgrundlage erreicht?

Für Gesellschafter-Geschäftsführer deren Gehaltsbezug bereits die jährliche Höchstbeitragsgrundlage (2016 sind es 68.040 Euro) erreicht oder übersteigt, kommt es durch die Einbeziehung der Gewinnausschüttungen in die Bemessungsgrundlage zu keinen weiteren Nachzahlungen.

Gewinnausschüttungen unterliegen nicht den Lohnnebenkosten (Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsgesetz, Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag und die Kommunalsteuer).

Strategie überlegen

Gewinne, die in den einzelnen Jahren nicht ausgezahlt werden, zählen nicht zur Beitragsgrundlage. Es empfiehlt sich also in Zukunft bei der Strategie, wann Ausschüttungen erfolgen sollen, auch die GSVG-Pflicht zu bedenken.

Fragen zu diesem Thema beantwortet Ihnen:
Mag. Klaus Gaedke
T: +43-316-327941-0
klaus.gaedke@gaedke.co.at

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