Registrierkasse & Gastronomie

Die  in einem Lokal oder auch im dazugehörenden Gastgarten erzielten Barumsätze unterliegen bei Überschreiten der Umsatzgrenzen der Registrierkassenpflicht.

Die Erleichterung für Umsätze im Freien (hier liegt die Umsatzgrenze bei 30.000 Euro) kann nur dann in Anspruch genommen werden, wenn keine unmittelbare Verbindung zum Geschäftslokal besteht. Der Gastgarten vor dem Gasthaus oder der Weinausschank im Gastgarten des Weinbaubetriebes erfüllt diese Voraussetzung nicht.

Als Beispiel für die Erleichterung der Umsätze im Freien kommen unter anderem in Frage: Verkauf von Glühwein an einem Glühweinstand oder Schirmbar (Achtung: wiederum nicht in unmittelbarer Verbindung mit dem Geschäftslokal), offenes Schulbuffet im Schulgebäude, Verpflegungsstände bei Festen, Verkauf aus dem Imbisstand, wenn dieser zu einer Seite hin vollständig offen ist.

Für Umsätze von Alm- Berg- sowie Ski- und Schutzhütten kann unter bestimmten Umständen eine Erleichterung in Anspruch genommen werden: Sofern die Jahresumsatzgrenze von EUR 30.000 nicht überschritten wird und die Erfüllung der Belegerteilungs- und Registrierkassenpflicht „unzumutbar“ ist, besteht weder Registrierkassen- noch Belegerteilungspflicht. Die Unzumutbarkeit trifft nicht zu, wenn beispielsweis eine Almhütte gut erreichbar ist, über Stromversorgung oder einen Stromanschluss verfügt.

Betreibt ein Abgabenpflichtiger mehrere Hütten, so werden alle Hüttenumsätze für die Berechnung der Umsatzgrenze von EUR 30.000 zusammengerechnet. Voraussetzung für die Anwendung der Umsatzgrenze von EUR 30.000 ist wiederum das Vorliegen der Unzumutbarkeit.

Für die Belegerteilung gibt es die Erleichterung der so genannten Tischabrechnung: Erfolgt die ursprüngliche Bonierung auf den Gesamttisch, die Kunden bezahlen jedoch einzeln, muss nicht für jeden einzelnen Kunden ein Beleg ausgestellt werden. Es reicht aus, einem Kunden den Beleg zu übergeben.