Welche Umsätze sind betroffen?

Die neuen Aufzeichnungspflichten gelten für alle Einnahmen im Inland, die in Bargeldform erfolgen, zB Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben.

Achtung: Zu den Barumsätzen zählt auch die Zahlung mit Kreditkarte, Bankomatkarte, Barschecks sowie die anstatt Geldes angenommenen Gutscheine, Bons und Geschenkmünzen. Dies gilt für Zahlungseingänge des Unternehmens für Lieferungen und Leistungen im Inland, Barumsätze im Ausland bleiben davon unberührt (auch keine Belegerteilungspflicht).

Ausnahmen: Erfolgen Bareingänge ohne Gegenleistung  (zB Spenden) oder handelt es sich um Mitgliedsbeiträge oder sind die Umsätze als Durchlaufposten zu qualifizieren (Trinkgelder für Arbeitnehmer, Verkauf von Vignetten an Tankstellen, Portogebühren für die Versendung von Befunden, Orts- und Kurtaxen etc) oder handelt es sich um die Einhebung einer Nachnahme durch den Postboten sowie vereinnahmte Inkassobeträge, handelt es sich nicht um Barumsätze, daher sind diese nicht für die Berechnung der Umsatzgrenzen für die Registrierkassenpflicht zu berücksichtigen! Die Einzelaufzeichnungspflicht ist jedoch zu erfüllen.

Wie geht man mit Gutscheinen um?

Ein Gutschein wird zum Zeitpunkt der Einlösung zum Barumsatz, der Verkauf des Gutscheins stellt noch keinen Barumsatz dar (eine Erfassung in der Registrierkasse basiert auf Freiwilligkeit). Ausnahme: Wenn die Lieferung oder Leistung am Gutschein bereits eindeutig konkretisiert ist (Eintrittskarte für eine Veranstaltung) gilt bereits der Verkauf als Barumsatz.

Sind Anzahlungen und Teilzahlungen Barumsätze?

Anzahlungen, Raten- und Teilzahlungen und Restzahlungen sind Barzahlungen und somit für die Umsatzgrenzen zu berücksichtigen!