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Jahresgehälter über € 500.000 sind nur mehr begrenzt absetzbar

Aufwendungen oder Ausgaben für das Entgelt für Arbeits- oder Werkleistungen sollen ab 1.3.2014 vom Betriebsausgabenabzug ausgeschlossen werden, soweit sie den Betrag von € 500.000 pro Person und Wirtschaftsjahr übersteigen.

Der Anwendungsbereich dieser Bestimmung umfasst echte Dienstnehmer sowie auch vergleichbar organisatorisch eingegliederte Personen (inklusive überlassener Personen). Eine „vergleichbar organisatorisch eingegliederte Person“ erbringt ihre vereinbarte Arbeits- oder Werkleistung außerhalb eines Dienstvertrages, ist aber in die Organisation oder Tätigkeit des Unternehmens einem Dienstnehmer vergleichbar eingegliedert (z.B. Vorstände einer AG oder Geschäftsführer einer GmbH, die nicht im Rahmen eines echten Dienstverhältnisses tätig sind). Ist eine solche Eingliederung gegeben, soll die Regelung unabhängig von der arbeits-, sozialversicherungs- oder steuerrechtlichen Qualifikation des Beschäftigungsverhältnisses anzuwenden sein. Die Einschränkung der Abzugsfähigkeit wird zudem unabhängig davon zur Anwendung kommen, ob es sich um das Entgelt für eine aktive Tätigkeit oder für Arbeits- oder Werkleistungen, die in der Vergangenheit erbracht wurden, handelt.

Das zu kürzende Entgelt umfasst alle Geld- und Sachleistungen, nicht jedoch Auslagenersätze, wie z.B. Reisekosten. Die vom Unternehmer zu entrichtenden Lohnnebenkosten können aber ungekürzt abgesetzt werden.

Wird die Arbeits- oder Werkleistung nicht für ein volles Kalenderjahr erbracht, ist der Höchstbetrag von € 500.000 monatsweise zu aliquotieren. Die Kürzung soll auch zur Anwendung kommen, wenn eine Person mehrere Entgelte von verbundenen Betrieben, Personengesellschaften oder verschiedenen Konzerngesellschaften erhält.

Dem Abzugsverbot unterliegen u.a. auch Firmenpensionen, Pensionsabfindungen und Pensionsrückstellungen bzw. sonstige Bezüge gem. § 67 Abs. 6 EStG (wie z.B. freiwillige Abfertigungen), soweit sie nach der geplanten Neuregelung nicht mit 6 % versteuert werden. Nicht betroffen ist hingegen die gesetzliche Abfertigung.

Gegen diese Regelung gibt es heftigen Widerstand von Vertretern der Wirtschaft und der Wirtschaftstreuhänder. Ob es in diesem Bereich noch zu einem Umdenken kommt, bleibt abzuwarten.

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