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Mitteilungspflicht für Honorarzahlungen nach § 109a EStG

Unternehmer und Körperschaften des öffentlichen Rechts sind verpflichtet, einmal jährlich bestimmte, an natürliche Personen und Personenvereinigungen ausgezahlte Entgelte beim zuständigen Finanzamt zu melden.

Meldepflichtig sind insbesondere Zahlungen an

  • Aufsichtsräte
  • Stiftungsvorstände
  • Vortragende, Lehrende und Unterrichtende
  • Funktionäre öffentlich-rechtlicher Körperschaften mit Funktionsgebühren nach § 29 Z 4
  • Frei Dienstnehmer mit Versicherungspflicht gem. § 4 Abs 4 ASVG

Wann entfällt eine Meldung

Wenn im Kalenderjahr das (Netto-)Entgelt in Summe nicht mehr als € 900 und das (Netto-)Entgelt inkl. allfälliger Reisekostenersätze für jede einzelne Leistung nicht mehr als € 450 betragen.

Wann und wie muss die Meldung erfolgen?

Elektronische Meldungen der im Kalenderjahr 2014 getätigten Zahlungen müssen bis spätestens 28. Februar 2015 getätigt werden, die Übermittlung in Papierform hätte bereits bis 31.1. erfolgen müssen.

Zu melden sind

  • Versicherungs- und, sofern bekannt, die Steuernummer,
  • Wohnanschrift bzw Sitz der Geschäftsleitung,
  • Art der Leistung,
  • Nettoentgelt und die allenfalls darauf entfallende Umsatzsteuer.

Hat dieselbe Person der Art nach unterschiedliche Leistungen erbracht, sind die Honorare für jede Leistungsart gesondert zu melden.

Achtung: Bei vorsätzlicher Verletzung der Meldepflicht drohen Strafen bis zu 10 % des nicht gemeldeten Betrags.

 

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