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Seminarraumvermietung

Die  Seminarraumvermietung  stellt grundsätzlich  eine  einheitliche  Leistung dar, die als Grundstücksvermietung angesehen  wird.  Dazu  gehören  u.a. Endreinigung, Bestuhlung, Bereitstellung
von  Strom,  Internet,  Projektor  oder Beamer  (in  Art  und  Ausmaß,  wie  es für  Seminarräume  üblich  ist).  Auch  die Bereitstellung  einer  üblichen  Ton-  oder Lichttechnik  kann  noch  als  Teil  der  einheitlichen  Leistung  angesehen  werden. Die  Bereitstellung  von  besonderer  Bühnentechnik,  Catering,  Garderobe  samt Personal oder Sicherheitspersonal stellen hingegen selbständige Leistungen dar.

Die einheitliche Grundstücksleistung wird –  auch  bei  ausländischen  Leistungsempfängern – am Grundstücksort ausgeführt (§ 3a Abs. 9 UStG). Die übrigen selbständigen Leistungen sind gesondert zu beurteilen  und  werden  in  vielen  Fällen  nach der Generalklausel (§ 3a Abs. 6 UStG) am Empfängerort erbracht werden.

ACHTUNG!  Die  Seminarraumvermietung ist  unecht  steuerbefreit.  Ein  Verzicht auf  die  Steuerbefreiung  ist  nur  zulässig,  soweit  der  Leistungsempfänger  die Räumlichkeiten nahezu ausschließlich für Umsätze  verwendet,  die  den  Vorsteuerabzug  nicht  ausschließen.  Mietet  daher ein  Unternehmer  mit  unecht  steuerbefreiten  Umsätzen  (z.B.  Bank,  Arzt),  ein
Nichtunternehmer  (z.B.  Holding)  oder eine  Privatperson  Seminarräume,  muss diese Leistung steuerfrei behandelt werden und führt beim Vermieter (z.B. Hotelier) zu einer entsprechenden Vorsteuerkürzung bzw. -berichtigung.

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