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Zum Vorwurf der Umsatzsteuerhinterziehung – Wissen oder hätte wissen müssen?

Zur Ausgangslage

In letzter Zeit häufen sich die Rückmeldungen ausländischer Finanzbehörden über dort festgestellte Steuerbetrüger, die mit inländischen (gutgläubigen) Unternehmern Umsätze tätigen. Auch wenn der österreichische Unternehmer alle steuerlichen Vorschriften bei Auslandsgeschäften (Überprüfung UID-Nummern, Fotokopien von Ausweisen des ausländischen Abholenden etc) wahrnimmt, unterstellt man bei Betriebsprüfungen, dass der Unternehmer von der Steuer-“Manipulation“ des Ausländers wusste oder hätte wissen müssen.

Welcher Prüfungsmaßstab ist also bei derartigen Geschäften anzulegen, bzw welche Umstände sind besonders prüfungswürdig?

 

  • Marktunüblich niedrige Preise
  • Bargeschäfte
  • Ungewöhnliche Umstände der Warenbewegung
  • Korrespondenz  über Büroserviceunternehmen
  • etc

 

Empfehlenswert wären bei Verdacht auch Internetrecherchen über den Geschäftspartner und vor allem Dokumentationen der Prüfmaßnahmen.

Verfasser/ Autor:
Prof. Gerhard Gaedke

Email: gerhard.gaedke@gaedke.co.at

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