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Vorsteuerabzug aus Nächtigungsgeldern

Bei im Inland durchgeführten, ausschließlich durch den Betrieb veranlassten Reisen, können bei grundsätzlicher Vorsteuerabzugsberechtigung aus den einkommensteuerlich zulässigen pauschalen Tages- und Nächtigungsgeldern Vorsteuerbeträge herausgerechnet werden. Da für Beherbergungsleistungen seit 1. Mai 2016 ein Steuersatz von 13 % zur Anwendung gelangt, für ein ortsübliches Frühstück im Zusammenhang mit diesen Beherbergungsleistungen allerdings nach wie vor ein Steuersatz von 10 % gilt, stellt sich die Frage, in welcher Höhe nunmehr ein Vorsteuerabzug aus Nächtigungsgeldern vorgenommen werden kann.

Vereinfachte Aufteilungsmethode

In den Umsatzsteuerrichtlinien (UStR) findet sich für Pauschalpreise in der Hotellerie eine vereinfachte Aufteilungsmethode, die nach verschiedenen Preiskategorien unterscheidet. Da das Nächtigungsgeld derzeit 15 € beträgt und durch dieses Pauschale neben der Übernachtung auch das Frühstück abgegolten werden soll, beträgt der anzuwendende Aufteilungsschlüssel nach Rz 1369 UStR 80:20. Dies bedeutet, dass 80% des Pauschales mit 13% USt für die Beherbergung und 20 % des Pauschales mit 10% USt für das Frühstück belastet sind. Daraus errechnet sich ein Vorsteuerbetrag von 1,65 €.

Berechnung: (15×0,8/1,13)x0,13 + (15×0,2/1,10)x0,1 = 1,65 €

Tipp: Bei Vorliegen einer Rechnung kann grundsätzlich auch ein Vorsteuerabzug auf Basis der Rechnung vorgenommen werden.

Mag. (FH) Edith Huber-Wurzinger
T.: 0316-327941 – 819
edith.huber-wurzinger@gaedke.co.at

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