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Was dürfen Kinder in den Ferien verdienen?

Ein Ferialjob bringt nicht nur wertvolle Erfahrung, sondern auch Geld für die knappen Kassen von Schülern und Studenten. Unter Umständen kann das Einkommen zum Verlust der Familienbeihilfe und des Kinderabsetzbetrages führen. Was müssen Sie dabei beachten?

Kein Problem gibt es bei Kindern bis zur Vollendung des 19. Lebensjahres. Sie dürfen das ganze Jahr über beliebig viel verdienen.

Bei Kindern über 19 Jahren ist aber darauf zu achten, dass das nach Tarif zu versteuernde Jahreseinkommen des Kindes (nach Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen, Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen) Euro 10.000 nicht überschreitet, unabhängig davon, ob es in oder außerhalb der Ferien erzielt wird.

Umgerechnet auf Brutto-Gehaltseinkünfte darf ein Kind daher insgesamt bis zu Euro 12.439 pro Jahr (Bruttogehalt ohne Sonderzahlungen unter Berücksichtigung von SV-Beiträgen bzw Werbungskosten- und Sonderausgabenpauschale) bzw einschließlich der Sonderzahlungen Euro 14.512 pro Jahr verdienen, ohne dass die Eltern um die Familienbeihilfe und den Kinderabsetzbetrag bangen müssen. Seit dem Vorjahr gilt sogar folgende Einschleifregelung: Übersteigt das zu versteuernde Einkommen des Kindes 10.000 €, wird die Familienbeihilfe nur um den übersteigenden Betrag vermindert. Damit fällt der Anspruch nicht zur Gänze weg.

Auswirkungen auf den Bezug der Familienbeihilfe und des Kinderabsetzbetrages haben neben den Einkünften aus einer aktiven Tätigkeit (Lohn- oder Gehaltsbezüge, Einkünfte aus einer selbständigen oder gewerblichen Tätigkeit, auch sämtlich der Einkommensteuer unterliegende Einkünfte wie zB aus Vermietung oder Sonstige Einkünfte.

Lehrlingsentschädigungen, Waisenpensionen sowie einkommensteuerfreie Bezüge und endbesteuerte Einkünfte bleiben außer Ansatz.

Weiters sind folgende Besonderheiten zu beachten:

Ein zu versteuerndes Einkommen, das in Zeiträumen erzielt wird, für die kein Anspruch auf Familienbeihilfe besteht (zB bei vorübergehender Einstellung der Familienbeihilfe, weil die vorgesehene Studienzeit in einem Studienabschnitt abgelaufen ist), ist nicht in die Berechnung des Grenzbetrages einzubeziehen.

Die Familienbeihilfe und der Kinderabsetzbetrag fallen erst dann weg, wenn die Eltern den zu hohen Verdienst ihres Kindes pflichtgemäß dem Finanzamt melden. Wer dies unterlässt, riskiert zusätzlich zur Rückforderung der Familienbeihilfe und des Kinderabsetzbetrages auch eine Finanzstrafe.

Für den Ferialpraktikanten gilt:

Bis zu einem monatlichen Bruttobezug von Euro 395,31 (Wert 2014) fallen wegen geringfügiger Beschäftigung keine Dienstnehmer-Sozialversicherungsbeträge an, liegt er darüber, werden die vollen SV-Beträge abgezogen.

Bei Ferialjobs in Form von Werkverträgen oder freien Dienstverträgen, bei denen vom Auftraggeber kein Lohnsteuerabzug vorgenommen wird, muss ab einem Jahreseinkommen (Bruttoeinnahmen abzüglich der mit der Tätigkeit verbundenen Ausgaben) von Euro 11.000 für das betreffende Jahr eine Einkommensteuererklärung abgegeben werden.

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