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Wenn der Arbeitsinspektor kommt.

Viele Dienstgeber fürchten sie –  die Arbeitsinspektion. Doch dazu besteht kein Grund. Die Arbeitsinspektion trägt durch ihre Tätigkeit dazu bei, dass durch geeignete Maßnahmen ein möglichst wirksamer Arbeitnehmerschutz erreicht wird. Ihr Ziel ist die Sicherheit und der Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer, um leistungsfähige Mitarbeiter zu garantieren, wodurch eine Win-Win-Situation sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer entsteht.

Grundsätzlich werden Kontrollen durch Arbeitsinspektoren nicht angekündigt. Deshalb sollten Arbeitgeber dafür sorgen, dass immer eine informierte Ansprechperson im Betrieb anwesend ist, die Auskünfte erteilen und Einsicht in Unterlagen gewähren kann. Gibt es im Betrieb einen Betriebsrat, eine Sicherheitsvertrauensperson, Sicherheitsfachkräfte oder Arbeitsmediziner, so müssen diese von der Kontrolle in Kenntnis gesetzt werden.  Der Arbeitgeber ist für die Einhaltung der Arbeitnehmerschutzbestimmungen verantwortlich.

Wird ein Betrieb geprüft, kann dies verschiedene Gründe haben. Die Arbeitsinspektion überprüft zum Beispiel auf Grund österreichweiter oder regionaler Schwerpunkte zu bestimmten Themen oder Branchen oder gefährliche und belastende Branchen oder auf Grund vorhergegangener Unfallmeldungen. Nicht in die Zuständigkeit der Arbeitsinspektion fallen land- und forstwirtschaftliche Betriebe, Kulturanstalten der gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften, private Haushalte, öffentliche Unterrichts- und Erziehungsanstalten von Ländern und Gemeinden und Dienststellen der Länder und Gemeinden.

Überprüft wird während einer Kontrolle, ob in den Betrieben die Rechtsvorschriften und behördlichen Verfügungen, die dem Schutz der Arbeitnehmer dienen, eingehalten werden. Diese Vorschriften betreffen beispielsweise den Schutz des Lebens, der Gesundheit und der Sittlichkeit, die Beschäftigung von Kindern, Jugendlichen, Schwangeren und besonders schutzbedürftiger Arbeitnehmer (Behinderte), die Arbeitszeit, die Ruhepausen und –zeiten, die Urlaubsaufzeichnungen, die Gestaltung von Arbeitsplätzen, -räumen und sanitären Anlagen und die Heimarbeit.

Arbeitsinspektoren haben während einer Kontrolle weitgehende Befugnisse. Sie sind dazu berechtigt Betriebsstätten, Arbeitsstellen, Arbeitnehmern zur Verfügung gestellte Wohnräume zu betreten und zu besichtigen, Auskünfte einzuholen, Personen zu vernehmen und in Unterlagen Einsicht zu nehmen. Erforderliche Auskünfte sind ihnen auf jeden Fall zu erteilen. Die Einsicht steht den Arbeitsinspektoren unter anderem in folgenden Unterlagen zu: Unterlagen über Arbeitsräume, Arbeitsmittel, Arbeitsstoffe, Unterlagen zur Arbeitsplatzevaluierung, Kollektiv-, Dienst-, Werk- und Lehrverträge, Lohn,- Gehalts- und Urlaubslisten, uvm.

Stellt der Arbeitsinspektor Mängel fest, so werden die Arbeitgeber grundsätzlich durch den Arbeitsinspektor beraten und schriftlich aufgefordert die festgestellten Mängel innerhalb einer Frist zu beheben. Wird der Aufforderung des Arbeitsinspektors binnen der Frist entsprochen, wird grundsätzlich von einer Anzeige an die zuständige Verwaltungsstrafbehörde abgesehen.

Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an unsere Personalabrechnung.

Kontakt:
Frau Mag. Andrea Lippe
Tel. +43 316 327940 815
Email: andrea.lippe@gaedke.co.at

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