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Werte 2020: Änderungen, Erhöhungen und was Sie sonst noch wissen sollten!

1. SV-Werte

Hier eine erste Vorschau auf die wichtigsten SV-Werte für das Jahr 2020.

Höchstbeitragsgrundlagemonatlich€ 5.370,00
Höchstbeitragsgrundlage-Sonderzahlungenjährlich€ 10.740,00
Höchstbeitragsgrundlage freie DN ohne SZ, GSVG, BSVGmonatlich€ 6.265,00
Geringfügigkeitsgrenzemonatlich€ 460,66
Grenzwert für Dienstgeberabgabemonatlich€ 690,99

Die Auflösungsabgabe bei DG-Kündigung oder einvernehmlicher Auflösung entfällt mit Ende 2019.

2. Sachbezugswerte für Dienstautos

SachbezugFahzeugtypCO²-Wertmax. pmVorsteuerabzug
2%alle PKW und Hybridfahrzeugevor 1.4.2020: bis 118 g/km
ab 1.4.2020: 141 g/km nach neuem Messverfahren
€ 960,00nein
1,5%ökologische PKW und HybridfahrzeugeAnschaffung:
in 2016: bis 130 g/km
in 2017: bis 127 g/km
in 2018: bis 124 g/km
in 2019: bis 121 g/km
vor 1.4.2020: bis 118 g/km
ab 1.4.2020: 141 g/km nach neuem Messverfahren
€ 720,00nein
0%Elektroautos€ 0,00ja

3. Sachbezugswerte für Zinsersparnis

Übersteigt ein Gehaltsvorschuss oder ein Arbeitgeberdarlehen den Betrag von € 7.300, dann ist wie im Vorjahr die Zinsenersparnis mit 0,5 % abzüglich der vom Arbeitnehmer bezahlten Zinsen als Sachbezug anzusetzen.

4. Dienstwohnungen

Der Sachbezug für Dienstwohnungen orientiert sich jeweils an den zum 31.10. des Vorjahres geltenden Richtwertmietzinsen. Diese wurden zuletzt mit 1.4.2019 angepasst. Der Sachbezug für Dienstwohnungen pro Quadratmeter Wohnfläche beträgt daher ab 1.1.2020:

 BgldKärntenSlbgStmkTirolVbgWien
€ / m²5,306,805,966,298,038,027,098,925,81

Ist der um ein Viertel gekürzte fremdübliche Mietzins um mehr als 100% höher als der sich aus obigen Werten ergebende Sachbezug, dann ist der um 25% verminderte fremdübliche Mietzins anzusetzen.

Die Quadratmeterwerte beinhalten auch die Betriebskosten. Werden die Betriebskosten vom Arbeitnehmer getragen, ist von den Quadratmeterwerten ein Abschlag von 25% vorzunehmen. Werden die Heizkosten ebenfalls vom Arbeitgeber übernommen, ist ganzjährig ein Heizkostenzuschlag von € 0,58 pro m² anzusetzen. Kostenbeiträge des Arbeitnehmers kürzen diesen Zuschlag.

Bei einer vom Arbeitgeber gemieteten Wohnung sind die oben angeführten Quadratmeterwerte der um 25% gekürzten tatsächlichen Miete (samt Betriebskosten, exklusive Heizkosten) einschließlich der vom Arbeitgeber getragenen Betriebskosten gegenüberzustellen; der höhere Wert bildet den maßgeblichen Sachbezug.

Für arbeitsplatznahe Dienstwohnungen bis zu 30 m² ist kein Sachbezug bzw bei einer Wohnungsgröße zwischen 30 m² und 40 m² ein um 35% reduzierter Sachbezug anzusetzen, wenn diese Wohnung nicht den Mittelpunkt der Lebensinteressen des Arbeitnehmers bildet.

5. Unterhaltsleistungen – Regelbedarfsätze

Ein Unterhaltsabsetzbetrag von € 29,20 (für das 2. Kind € 43,80 und für jedes weitere Kind € 58,40) steht zu, wenn Unterhaltszahlungen an nicht haushaltszugehörige Kinder geleistet werden. Der Anspruch besteht nur, wenn sich die Kinder in einem EU-, EWR-Staat oder in der Schweiz aufhalten. Der Unterhaltsabsetzbetrag kann nur für jene Monate geltend gemacht werden, in denen der volle Unterhalt geleistet wurde. In Fällen, in denen keine behördliche Festsetzung der Unterhaltsleistungen vorliegt, müssen zumindest die Regelbedarfsätze bezahlt werden. Die monatlichen Regelbedarfsätze werden jährlich per 1.7. angepasst. Damit für steuerliche Belange unterjährig keine unterschiedlichen Beträge zu berücksichtigen sind, sind die nunmehr gültigen Regelbedarfsätze für das gesamte Kalenderjahr 2020 heranzuziehen.

Kindesalter in Jahren0-3 J3-6 J6-10 J10-15 J15-19 J19-25 J
Regelbedarfssatz 2020€ 212,00€ 272,00€ 350,00€ 399,00€ 471,00€ 590,00
Regelbedarfssatz 2019€ 208,00€ 267,00€ 344,00€ 392,00€ 463,00€ 580,00

Liegt weder eine behördlich festgelegte Unterhaltsverpflichtung noch ein schriftlicher Vertrag vor, muss die empfangsberechtigte Person eine Bestätigung vorlegen, aus der das Ausmaß des vereinbarten Unterhalts und das Ausmaß des tatsächlich bezahlten Unterhalts hervorgehen. In allen Fällen steht der Unterhaltsabsetzbetrag nur dann für jeden Kalendermonat zu, wenn
• der vereinbarten Unterhaltsverpflichtung in vollem Ausmaß nachgekommen wurde und
• die von den Gerichten angewendeten sogenannten Regelbedarfsätze nicht unterschritten wurden.

6. Familienbeihilfe

Die Familienbeihilfe beträgt im Jahr 2020 unverändert zum Vorjahr:

Familienbeihilfe für ein Kindab 1.1.2018
0 - 2 Jahre€ 114,00
3 - 9 Jahre€ 121,90
10 - 18 Jahre€ 141,50
ab 19 Jahre (bis max. 24 Jahre)€ 165,10
Zuschlag bei Behinderung€ 155,90
Erhöhungsbeträge für jedes Kind, wenn die Familienbeihilfe für mehrere Kinder bezahlt wird:
für 2 Kinder€ 7,10
für 3 Kinder€ 17,40
für 4 Kinder€ 26,50
für 5 Kinder€ 32,00
für 6 Kinder€ 35,70
für jedes weitere Kind€ 52,00
Schulstartgeld€ 100,00 einmalig im Septemberfür alle 6-15 jährigen
Mehrkindzuschlag€ 20,00/ Monat ab dem 3. Kind(Familieneinkommen unter € 55.000,00)

7. Familienbonus Plus

Der Familienbonus Plus ist ein Steuerabsetzbetrag, der seit dem 1.1.2019 dann zusteht, wenn für ein Kind Familienbeihilfe bezogen wird. Der Familienbonus plus beträgt pro Kind
€ 125 monatlich (= € 1.500 jährlich) bis zum 18. Geburtstag des Kindes
€ 41,67 monatlich (= € 500 jährlich) nach Vollendung des 18. Lebensjahres, solange für das Kind Familienbeihilfe gebührt.

Der Anspruch stellt auf eine monatliche Betrachtung ab, weshalb auch für jene Kinder, die in der zweiten Jahreshälfte geboren wurden, ein aliquoter Anteil von € 125 pro Monat zusteht.

Für Kinder, die nicht im Inland sondern im EU/EWR-Raum/Schweiz leben, werden der Familienbonus Plus und der Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrag sowie der Unterhaltsabsetzbetrag an das Preisniveau des Wohnsitzstaates angepasst. Für Kinder, die in Drittstaaten leben, steht kein Familienbonus Plus und kein Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrag zu.

Der Familienbonus Plus ersetzt den Kinderfreibetrag und die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten bis zum 10. Lebensjahr des Kindes. Weiterhin als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig sind Aufwendungen für die Berufsausbildung des Kindes außerhalb des Wohnortes mit einem Pauschalbetrag von € 110 je Monat der Berufsausbildung.

Bei Fragen zu den Änderungen, Erhöhungen etc. zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren.

Für Graz:
Tel. +43 316 327 941 0
Email: office@gaedke.co.at

Für Köflach:
Tel. +43 3144 3469 0
Email: koeflach@gaedke.co.at

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