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Worauf achten beim Bewerbungsgespräch? Wir klären auf!

Bei einem Bewerbungsgespräch will sich jeder vor dem zukünftigen Arbeitgeber bestmöglich präsentieren. Doch welche Fragen vom Arbeitgeber sind zulässig, auf welche muss der potentielle Arbeitnehmer nicht antworten und wo darf geflunkert werden?

Grundsätzlich dürfen nur Fragen gestellt werden, die in Bezug zu der angestrebten Tätigkeit stehen und die Eignung des Bewerbers beleuchten, wie zum Beispiel Fragen nach der Ausbildung, den bisher ausgeübten Berufen und speziellen, fachspezifischen Kenntnissen. Solche Fragen sind vom Bewerber selbstverständlich wahrheitsgetreu zu beantworten.

Weitere zulässige Fragen sind die der Adresse des Bewerbers, dem Geburtsdatum und seiner Staatsbürgerschaft, ebenso ergeben sich keine Interessenskonflikte bezüglich des Familienstandes, des Besitzes eines Führerscheines und der Nachfrage nach sonstigen Qualifikationen.

Fragen, die die Privatsphäre des Bewerbers betreffen, müssen nicht wahrheitsgemäß beantwortet werden. Dazu zählen unter anderem Fragen über die sexuelle Orientierung, die Religionszugehörigkeit, die politische Einstellung, die Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft, das Bestehen einer Schwangerschaft, den Gesundheitszustand, Vorstrafen und Vermögensverhältnisse.

Ausnahmen bestehen in jenen Bereichen, in denen sich nach Abwägung der beiderseitigen Interessen ein deutliches Überwiegen der Bedürfnisse des Unternehmers nach Information im Verhältnis zu den Anliegen des Stellenwerbers auf Geheimhaltung seiner Daten feststellen lässt. Dieses Überwiegen kann etwa bezüglich des Gesundheitszustandes bestehen, wenn ansteckende Krankheiten vorliegen, wie etwa AIDS oder eine HIV-Infektion, und im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit die Gefahr eines Austausches von Körperflüssigkeiten zu erwarten ist (z.B. bei Krankenschwestern).

Auch die Frage nach Vorstrafen kann zulässig sein und ist wahrheitsgemäß zu beantworten, wenn es sich um eine noch nicht getilgte Vorstrafe handelt und der Bewerber durch die der Vorstrafe zugrunde liegende Verurteilung für die konkret angestrebte berufliche Tätigkeit ungeeignet erscheint.

Stellt sich nachträglich heraus, dass der Arbeitnehmer im Einstellungsgespräch auf unzulässige Fragen nicht wahrheitsgemäß geantwortet hat, stellt dies keinen Grund dar, das Arbeitsverhältnis wieder aufzulösen.

Wurden über zulässige Fragen falsche Auskünfte erteilt, so kann es zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen kommen, die bis zu einer berechtigten Entlassung reichen können.

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie weitere Fragen zu diesem oder einem anderen Thema haben.

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